Teufelskreis Unternehmenswachstum

Teufelskreis Unternehmenswachstum

Ertrag – Unternehmenswachstum – Liquidität – Sicherheiten – Unternehmenswert: Ein echter ´Teufelskreis´

FGC (= fast growing companies) haben meist nicht genug Eigenkapital & Sicherheiten, um das Unternehmenswachstum länger zu finanzieren. Dies liegt an die damit verbundene stetig steigende Kapitalbindung auf Basis einer bankenüblichen Bewertung vorhandener Sicherheiten (s. Anlagevermögen, Forderungen & Warenlager).

Absehbar gehen die Sicherheiten zur Generierung zusätzlicher Liquidität zur Neige. Dann wird die Frage der Banken nach zusätzlichen – privaten – Sicherheiten immer lauter. Damit geht aber – s. haftungsbeschränkte Rechtsformen – die ´Firewall´ verloren, die zwischen betrieblichem und privatem Vermögen eigentlich gewünscht bzw. erforderlich ist.

Die Herausforderungen oder Turbulenzen treten insbesondere dann auf, wenn der Wachstumskurs des Unternehmens (noch) nicht profitabel (Cash-Flow nach Steuern) genug ist. Dies kann der Fall sein, wenn dieses z.B. zu stark in weiteres Unternehmenswachstum investieren muss.

Wie lassen sich diese absehbaren Risiken von Wachstumsunternehmen deutlich reduzieren?

1. Ziel: Man muss frühzeitig dafür sorgen, dass man für die rausgegebenen Sicherheiten einen ausreichend hohen %-Anteil dessen (s. Marktwert der Sicherheiten) als zusätzliche Liquidität für das Unternehmen als Gegenleistung erhält. Bitte beachten: Banken bewerten z.B. im Rahmen einer Globalzession abgetretene Forderungen nur mit einem sehr geringen %-Satz als bewertbare Sicherheiten.

2. Die eigentliche Innenfinanzierungskraft (= interne Sicherheiten) eines Unternehmens geht aber weit über das hinaus, was die bankenübliche Bewertung dieser Sicherheiten vermuten lässt. Nicht umsonst gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten im Rahmen des sog. Asset-Based-Lending:  

•  Anlagevermögen    =>  bekannt und üblich      =>  Leasing    
•  Forderungen    =>  bekannt aber noch nicht üblich  =>  Factoring
•  Warenlager    =>  unbekannt und nicht üblich  =>  Lager- / Einkaufsfinanzierung

oder Crowd-Investing: unbekannt und nicht üblich – aber im Einzelfall durchaus interessant.

Diesen ist gemeinsam, dass die zusätzliche Liquidität, die daraus generiert wird, ein Sicherungsgut abzutreten oder zu verkaufen sehr viel mehr prozentuale Liquidität als Gegenleistung erbringt, als die Bank-Abtretung dessen. Außerdem wächst die aus den Sicherheiten generierte Liquidität ´automatisch´ mit dem Unternehmenswachstum des Sicherungsgutes (z.B. steigende Forderungen führen zu gleichermaßen steigender Liquidität aus dem Factoring). Zudem verbessert sich durch die Bilanzverkürzung das Rating.

3. Insbesondere bei FGC muss die verfügbare Liquidität in Bereiche investiert werden, wo der größtmögliche free Cash-Flow (nach Steuern) kurz- und mittelfristig lt. Plan generiert wird. Alles andere führt zur Fehlallokation von Ressourcen (= knapper Liquidität).

4. Wer ein FGC führt, will Erträge erzielen / steigern und den Unternehmenswert erhöhen. Da die Bewertungsmethoden zur Herleitung des Unternehmenswertes auf die sog. ´Discounted Cash-Flow´-Methode (ggf. bereinigt um a.o.-Effekte) aufsetzen, ist 3. für die bestmögliche Steigerung des Unternehmenswertes unbedingt zu empfehlen.

Grundlage ist immer ein der Größe & Lage des Unternehmens angepasstes straffes Liquiditätsmanagement.

Sie haben Fragen zum Thema Unternehmenswachstum? Wir freuen uns auf Sie!