Kostenstellenrechnung

Kostenstellenrechnung

Definition der Kostenstellenrechnung

Eine Kostenstelle beschreibt den Ort einer Kostenentstehung und der Leistungserbringung. Kostenstellen werden üblicherweise nach funktionalen, räumlichen, aufbauorganisatorischen oder verrechnungstechnischen Aspekten gebildet und damit klar gegeneinander abgegrenzt.

Es handelt sich bei einer Kostenstelle um ein Kostenrechnungsobjekt (= oder buchhalterischer ´Topf´) mit der Aufgabe, die nur in einem Unternehmensteil (Abteilung, Prozessschritt o.ä.) angefallenen Kosten zu sammeln. Beispiele für funktionale Kostenstellengruppen sind Material-, Fertigungs-, Forschungs- & Entwicklungs-, Verwaltungs- oder Vertriebskostenstellen (inkl. ggf. noch sinnvoller Unterteilung). Die Kostenstellenrechnung beantwortet die Frage, wo, welche Kosten wann konkret entstanden sind (= verursachungsgerechte Darstellung – mit GuV- / BWA- Struktur wie für gesamtes Unternehmen).

Vereinfacht wird mit einer Kostenstellenrechnung die GuV / BWA eines ganzen Unternehmens in sinnvolle buchhalterische Scheiben geschnitten. Deshalb ist es auch wichtig, Art, Umfang & Zuschnitt einer Kostenstellenstruktur sehr sorgfältig – auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten – auszuarbeiten. Nur so ist das Ziel erreichbar, mit einer für das Unternehmen passenden Kostenstellenrechnung die Aussagekraft von Controlling / Kostenrechnung zukünftig sehr, sehr (!!!) deutlich zu verbessern.

So wird auf der einen Seite beispielsweise die Kosten-Überwachung einzelner Abteilungen / Prozessschritte möglich und damit deren Wirtschaftlichkeitskontrolle. Auf der anderen Seite wird die Kalkulation von Kostensätzen – z.B. Maschinen- oder Mitarbeiterstundensätze u.v.m. – in Teilbereichen / Abteilungen des Unternehmens erst verursachungsgerecht (abhängig von den jeweiligen Kapazitätsauslastungen) möglich.

Zusammenfassung der Kostenstellenrechnung

In unserer langjährigen Praxis haben wir festgestellt, dass viele – auch bereits größere – Unternehmen häufig ein paar Kostenstellen nutzen. Diese Kostenstellenstrukturen sind aber meist weit davon entfernt, ausreichend umfangreich und auf die konkreten Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten zu sein.

Bei Unternehmen mit hoher Variantenvielfalt, breitem Produkt-Mix, Auftragsfertigung mit kleinen Losgrößen oder reinem (Bau-) Projektgeschäft, ist die Einführung einer zum Unternehmen passenden Kostenstellenrechnung eigentlich zwingend erforderlich, wenn Projekte, Kunden und Produkte verursachungsgerecht und mit noch vertretbarem zeitlichem Aufwand vor- und nachkalkuliert werden sollen.
Kostenstellen bieten – bei richtiger Anwendung – die Möglichkeit, Controlling / Kostenrechnung eines Unternehmens sehr, sehr viel besser zu machen. Die Wirksamkeit und Möglichkeiten dessen werden vielfach aber enorm unterschätzt.

=> s. Publikationen auf unserer Homepage => Vorträge ´Bermuda Dreieck´ (Industrie & Dienstleistung)

If you can´t measure it – you can´t manage it.
(Wenn man etwas nicht messen kann, kann man es auch nicht steuern.)

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